____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
BĂźchen
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
BĂźchen ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.
Contents
⢠Geographie
⢠Lage
⢠Gliederung
⢠Geschichte
⢠Jastorf-Kultur
⢠Politik
⢠Verwaltung
⢠Kreistag
⢠Wappen
⢠Museen
⢠Veranstaltungen
⢠Schulen
⢠Verkehr
⢠Wirtschaft
⢠Ehrenbßrger
⢠Siehe auch
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geographie
Lage
Die Gemeinde liegt an der Mßndung der Steinau in die Delvenau (heute in den Elbe-Lßbeck-Kanal). Die Gemeinde liegt relativ zentral im Herzogtum Lauenburg. Ungefähr 30 Kilometer weiter westlich befindet sich Hamburg.
Gliederung
BĂźchen ist die grĂśĂte Gemeinde des gleichnamigen Amtes. Es besteht aus den vor dem GroĂ-Hamburg-Gesetz von 1937 souveränen DĂśrfern PĂśtrau, NĂźssau, BĂźchen-Dorf und dem relativ jungen Ortskern BĂźchen (frĂźher: BĂźchen-Bahnhof).
Geschichte
Jastorf-Kultur
Im Jahre 2018 wurden im Rahmen einer Rettungsgrabung 550 Urnengräber der vorrÜmischen Eisenzeit entdeckt, die aus der Zeit zwischen 550 v. Chr. und Christi Geburt stammen. Besonders hervorzuheben ist ein Holsteiner Gßrtel, der aufwändig gearbeitet ist und lange in Gebrauch war. Das wenig nÜrdlich befindliche Gräberfeld von PÜtrau aus derselben Epoche ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Die ältesten Lesefunde stammen aus der Steinzeit und der Bronzezeit.cite-ref-2[2]
Limes Saxoniae, Ersterwähnung
Bei BĂźchen-Dorf verlief um 800 der Limes Saxoniae (Sachsenwall). Das heutige BĂźchen-Dorf fand jedoch erst im Jahr 1230 unter dem Namen âBokenâ (Buche) im Ratzeburger Zehntregister erstmals Erwähnung. Die Marienkirche, die Kirche des Dorfes, wurde um 1200 erbaut. Die Marienkirche galt wegen des prächtigen Marienbildes als ein berĂźhmter Wallfahrtsort.
Siehe auch
:
Marienkirche (BĂźchen)
Schon im Mittelalter soll BĂźchen wegen seiner zentralen Lage im Herzogtum Lauenburg Tagungsort von Ritterversammlungen gewesen sein.
Seit dem 14. Jahrhundert
Von 1391 bis 1398 wurde der Delvenau-Stecknitz-Kanal als erste wasserscheidenĂźberwindende SchifffahrtsstraĂe Nordeuropas gebaut, um den Transport von Salz zwischen den Salinen in LĂźneburg und der Hansestadt LĂźbeck zu erleichtern. Mit der ErĂśffnung des Stecknitz-Kanals verlor die Alte SalzstraĂe an Bedeutung fĂźr den Warentransport.
Im DreiĂigjährigen Krieg verschwand das prächtige Marienbild der Marienkirche. Daher verlor die Marienkirche offenbar ihre Bedeutung als Wallfahrtsort nach dem DreiĂigjährigen Krieg. Während des besagten Krieges lagerten Truppen Tillys bei BĂźchen.
Während seiner Dienstzeit im Freikorps der Lßtzower Jäger im Jahr 1813 soll Theodor KÜrner hier kreativ tätig gewesen sein, als er sich von einer Schlacht ausruhte.
Im Jahre 1846 wurde die Eisenbahnlinie zwischen der Hansestadt Hamburg und Berlin durch Bßchen gebaut, weit geschichtsträchtiger ist jedoch die Lßbeck-Bßchener Eisenbahn (LBE). Ab 1851 verband sie Lßbeck mit Bßchen und stellte so die erste Eisenbahnverbindung zwischen Hamburg und Lßbeck dar, da ein direkter Weg durch das seinerzeit dänische Holstein vermieden wurde.
Ab 1900 siedelten sich um den Bahnhof, der damals zur Gemeinde PĂśtrau mit 72 Einwohnern gehĂśrte, immer mehr Menschen an und so wuchsen die weit auseinander liegenden DĂśrfer NĂźssau, PĂśtrau und BĂźchen (-Dorf) zusammen. Wegen der sehr viel hĂśheren Einwohnerzahl in BĂźchen-Bahnhof wurde der Zusatz weggelassen, dafĂźr bekam das damalige BĂźchen den Zusatz â-Dorfâ.
Im Jahre 1900 wurde des Weiteren auch der auf der Trasse des Stecknitzkanals gebaute Elbe-LĂźbeck-Kanal erĂśffnet, der die Elbe mit der Ostsee verbindet.
Durch das Arbeiten des schwedischen Physikers Alfred Nobel in KrĂźmmel bei Geesthacht lag BĂźchen als Bauort fĂźr eine Sprengstofffabrik im Jahre 1915 sehr nahe. Es lag an der Bahnstrecke nach LĂźbeck in der damaligen Gemeinde NĂźssau. Im Jahre 1925 wurde das Unternehmen von Dynamit Nobel aufgekauft. Das Werk wurde 1931 stillgelegt, die Anlagen verkauft oder gesprengt.
Am 1. Oktober 1937 entstand aus den historischen Gemeinden BĂźchen (Ăśstlich der Delvenau, heute BĂźchen-Dorf), NĂźssau (nĂśrdlich der Steinau) und PĂśtrau (sĂźdlich der Steinau einschlieĂlich eines Streifens bis etwa hin zu den heutigen Discountermärkten) die neue Gemeinde BĂźchen.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges
In der Endphase des Zweiten Weltkrieges erfolgte auch auf den Ort Bßchen ein alliierter Luftangriff: Dieser wurde am 26. April 1945 geflogen und verursachte erhebliche Schäden am Bßchener Bahnhof.cite-ref-ln1945-3-0[3] Weitere Ziele waren ein Flugfeld sowie ein im Bau befindliches Luftwaffentanklager.
Am 30. April bezogen restliche deutsche Einheiten Stellungen zwischen dem Elbe-LĂźbeck-Kanal bei BĂźchen Ăźber NĂźssau bis kurz vor MĂźssen. In den frĂźhen Morgenstunden des 1. Mais wurde das direkt sĂźdlich von BĂźchen gelegene Witzeeze von britischen Truppen eingenommen. Diese drangen sodann in das sĂźdlich von BĂźchen gelegene WaldstĂźck bei Hellberg ein. Kurz darauf kam es zu einem schweren Gefecht um den Bahnhof BĂźchen. Hierbei wurden zahlreiche der dortigen Häuser beschädigt oder zerstĂśrt. Die Kämpfe zogen sich Ăźber den ganzen Tag hin. Am späten Nachmittag wurde der BĂźchener Ortsteil PĂśtrau und am Abend schlieĂlich der BĂźchener Bahnhof eingenommen. In der Folge gerieten 166 deutsche Soldaten in Kriegsgefangenschaft.cite-ref-ln1945-3-1[3]
An besagten Tag kam es noch zu kleineren Kampfhandlungen beim benachbarten, nordwestlich von BĂźchen gelegenen MĂźssen und beim benachbarten, nĂśrdlich gelegenen Siebeneichen. Beim unweit nĂśrdlich gelegenen Sahms kam es zudem zu einem letzten Panzergefecht. Schon am Folgetag rĂźckten die britischen Truppen Ăźber Siebeneichen und Roseburg weiter nach Norden vor.cite-ref-ln1945-3-2[3] Am selben Tag flĂźchtete die GeschäftsfĂźhrende Reichsregierung aus dem 70 Kilometer weiter nĂśrdlich gelegenen Raum Eutin-PlĂśn weiter nach Flensburg-MĂźrwik. Den anschlieĂenden Tag marschierten die britischen Soldaten im unweit westlich gelegenen Hamburg ein. Den Tag darauf, erfolgte letztlich die Kapitulation aller deutschen Truppen in Nordwestdeutschland, den Niederlanden und Dänemark.cite-ref-4[4]
Nachkriegszeit bis heute
BĂźchen wurde in der Nachkriegszeit zu einem Grenzort, denn dort verlief in der Zeit des Kalten Krieges die innerdeutsche Grenze. Als grenznahes Gebiet gefĂśrdert und im äuĂeren Rand des Hamburger SpeckgĂźrtels gelegen, konnten sich bei BĂźchen einige kleine Firmen etablieren und halten.
Der BĂźchener Bahnhof hat heute eine eher geringe Bedeutung, ist aber immer noch der Knotenpunkt zwischen Hamburg, Berlin, LĂźbeck und LĂźneburg. Als letzter westdeutscher Bahnhof vor der innerdeutschen Grenze war er nicht nur ein groĂer GĂźterumschlagsplatz, sondern auch die Bahnhofsmission erlangte eine groĂe Bedeutung.cite-ref-5[5] Heute hofft die Gemeinde auf die âweiĂe Industrieâ, den Tourismus, fĂźr den die Umgebung durch immer besser ausgebaute (Rad-)Wanderwege attraktiver werden soll. Neben den Wäldern bieten auch die ehemaligen Ăbungsplätze des mittlerweile geschlossenen StĂźtzpunktes des Bundesgrenzschutzes in Schwarzenbek eine abwechslungsreiche Wanderlandschaft, da hier durch den Einsatz schwerer Fahrzeuge die Landschaft teilweise versteppte und es zur Ausprägung von kleinen Heide-Inseln inmitten von Kiefernwäldern kam. Ăber 30 Jahre nach der Ăffnung der DDR-Grenze gibt es noch immer keine direkte StraĂenverbindung zum Mecklenburger Nachbarort Schwanheide. Der Schwanheider Weg ist an der Landesgrenze nur fĂźr FuĂgänger und Radfahrer geĂśffnet.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1885 | 1925 | 1933 | 1939 | 2007 | 2011 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 179 | 186 | 1529 | 1586 | 5516 | 5617 | 5856 |
Politik
Wahl zur Gemeindevertretung 2023 in BĂźchen
Wahlbeteiligung: 56,8 %
%
40
30
20
10
0
28,1 %
16,7 %
23,0 %
32,2 %
CDU
GrĂźne
SPD
ABB
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
%p
18
16
14
12
10
8
6
4
2
0
â2
â4
â6
â8
â10
â12
â14
+2,1
%p
+16,7
%p
â13,0
%p
â5,7
%p
CDU
GrĂźne
SPD
ABB
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
Aktive BĂźrger BĂźchen
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Gemeindevertretung
Die Gemeindevertretung ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde BĂźchen. Ăber die Zusammensetzung entscheiden die BĂźrger alle fĂźnf Jahre. Die letzte Kommunalwahl fand am 14. Mai 2023 statt. Diese fĂźhrte bei einer Wahlbeteiligung von 56,8 % zu dem in den Diagrammen dargestellten Ergebnis.
Vorsitzender der Gemeindevertretung ist der BĂźrgervorsteher.
BĂźrgervorsteher
⢠2003â2013: Hubertus DĂśring (CDU)
⢠2013â2018: Heike Gronau-Schmidt (SPD)
⢠seit 2018: Axel Bourjau (ABB)
Zum Vorsitzenden der Gemeindevertretung wurde erneut Axel Bourjau (ABB) gewählt. Stellvertretender Bßrgervorsteher ist Bert Mßller (CDU), Zweite Stellvertretende Bßrgervorsteherin ist Nadine Satzel (SPD).
Verwaltung
Bßchen besitzt eine hauptamtliche Verwaltung und fßhrt die Verwaltungsgeschäfte des Amtes Bßchen durch. Leitender Verwaltungsbeamter ist der Bßrgermeister der Gemeinde Bßchen. Leitende Verwaltungsbeamtin ist die Amtsdirektorin Tanja Volkening.
BĂźrgermeister
⢠bis 2000: Gßnther Mund (CDU)
⢠2000â2024: Uwe MĂśller (SPD)
⢠seit 2024: Dennis Gabriel (CDU)
Zum Stellvertretenden Bßrgermeister wählte die Gemeindevertretung Henning Lßneburg (CDU), zum Zweiten Stellvertretenden Bßrgermeister Patrick Winkler (ABB).
Kreistag
Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurde erneut Jens Born (CDU) direkt in den Kreistag gewählt. Seine Mitbewerberin im Wahlkreis 18, Gitta Neemann-Gßnther (SPD), zog ßber die Liste in den Kreistag ein. Ebenfalls aus Bßchen wurde Henning Lßneburg (CDU) direkt im Wahlkreis 11 in den Kreistag gewählt.
Wappen
Blasonierung: âIn Gold eine bewurzelte Buche mit schwarzem Stamm und grĂźnen Blättern.âcite-ref-7[7]
Städtepartnerschaften
Pausierte Städtepartnerschaft
Deutschland BĂźtzow
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lieĂen sich frĂźhere Mecklenburger als Heimatvertriebene nieder, unter anderem in der Stadt BĂźchen, wo sie eine neue Heimat fanden. Um ihre Verbundenheit mit Mecklenburg und insbesondere mit der Stadt BĂźtzow zum Ausdruck zu bringen, wurden in BĂźchen StraĂen nach ihrer Heimatstadt benannt, ebenso wie in BĂźtzow befindliche StraĂen: Ellernbruch, der BĂźtzower Ring und die John-Brinkmann-StraĂe.
Im Jahr 1962 unterzeichneten Gemeindevertreter auf Antrag des Direktors der Kreisvolkshochschule, Berthold Ditzcite-ref-8[8], einem ehemaligen BĂźtzower einen Patenschaftsvertrag zwischen BĂźchen und BĂźtzow, der jedoch seit den 1980er Jahren ruht.cite-ref-9[9]
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
In der Liste der Kulturdenkmale in BĂźchen stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
Auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Bahn befindet sich zudem der Skulpturenpark des Kßnstlers Ludwig VÜpel. Die dort ausgestellten Stßcke sind meist aus Stahl und Beton und setzen sich mit den Themen Frieden, Freiheit, Religion und Demokratie auseinander.
Museen
Kunstausstellungen finden häufig in der Priesterkate (ältestes ehemals landwirtschaftlich genutztes und denkmalgeschĂźtztes Gebäude im Kreis) statt. Zudem befindet sich dort eine historische Dauerausstellung zum Thema âInnerdeutsche Grenzeâ. Der Eintritt ist frei, sofern keine Sonderveranstaltung stattfindet.
Veranstaltungen
⢠Benefizveranstaltung des âLĂśwenkinderâ-FĂśrdervereins âschwerstkranker und behinderter Kinderâ e. V., bei der die LĂźneburger Band Booze, Beer & Rhythm auftritt, um so Spenden fĂźr behinderte Kinder und die betroffenen Familien zu sammeln.
⢠Seit dem Jahr 2005 wird das Waldschwimmbad BĂźchen einmal im Sommer zum Schauplatz eines Open-Air-Konzertes unter dem Motto âRock am Poolâ.
⢠Eine fĂźr BĂźchen auĂergewĂśhnliche Veranstaltung ist Festival des Steinalukulturvereines e. V. Das Ziel des Vereins ist es, das Kulturangebot zu erweitern und es fĂźr den Konsumenten mĂśglichst kostengĂźnstig, im Idealfall kostenfrei, anzubieten. Jährlich am zweiten Wochenende im September werden mĂśglichst GEMA freie Bands aus der Umgebung Ihr Bestes geben.
⢠Die Freiwillige Feuerwehr BĂźchen veranstaltet am Stichkanal jährlich wiederkehrend am Tag vor Himmelfahrt das âCanale Grandeâ, wobei sie die Besucher mit illuminierten und musikalisch hinterlegten Wasserspielen begeistert.
⢠Traditionsgemäà richtet der SchĂźtzenverein BĂźchen und Umgegend e. V. jedes Jahr am Pfingstwochenende sein SchĂźtzenfest aus. Neben dem geselligen Beisammensein mit den befreundeten Vereinen wird am Pfingstsonntag auf dem FeldherrnhĂźgel unter groĂer Anteilnahme der BevĂślkerung der SchĂźtzenkĂśnig oder die SchĂźtzenkĂśnigin proklamiert.
⢠Im August findet auf dem BĂźrgerplatz das traditionelle âBĂźrgerfestâ statt.
⢠Kultureller HĂśhepunkt mag wohl der kleine, aber âechteâ Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende sein, bei dem es noch handgearbeitete Waren zu kaufen gibt.
⢠Alljährlich findet am dritten Advent das traditionelle Adventskonzert des VHS-Chores unter Leitung von Peter Winkler statt. Auf dem Programm stehen immer ein bis zwei Kantaten der Renaissance- sowie Barockzeit. AuĂerdem unterstĂźtzt das Collegium Musicum BĂźchen den Chor, der in der letzten Zeit viele Konzerte gemeinsam mit der LĂźtauer Kantorei bestreitet.
Schulen
Schulträger ist der Schulverband Bßchen mit seinen Mitgliedsgemeinden Besenthal, BrÜthen, Bßchen, Fitzen, Gudow, Gßster, Klein Pampau, Langenlehsten, Roseburg, Siebeneichen, Tramm und Witzeeze.
⢠Schulzentrum Bßchen mit Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule, gymnasialer Oberstufe sowie Grundschule
⢠offene Ganztagsschule
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
⢠Der Bahnhof BĂźchen ist Knotenpunkt der Eisenbahnstrecken LĂźbeck â LĂźneburg und Hamburg â Berlin. Der Bahnhof ist EuroCity-Halt der Linie Hamburg â Berlin â Prag â Budapest
⢠Anschlussstelle zur A 24 in acht Kilometern Entfernung
⢠Radfernweg âAlte SalzstraĂeâ
Wirtschaft
⢠Der Verwaltungs- und Fertigungsbetrieb der auf Pumpen spezialisierten ABEL GmbH & Co. KG befindet sich in Bßchen.
⢠Ein Werk der GEA Group hat in Bßchen seinen Sitz.
⢠Die Heilmann AG hat einen Sitz in Bßchen.
⢠Die Hofmetzgerei Tonn GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Bßchen.
⢠Die GLUDAN GmbH hat einen Sitz in Bßchen.
⢠Die RAMPA GmbH & Co. KG hat einen Sitz in Bßchen.
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
⢠Erich Drewes, Altbßrgermeister
⢠Gßnter Mund, Altbßrgermeister
⢠Otto Tuchenhagen, Unternehmer und Firmengrßnder
⢠Johannes Wulff, Kommunalpolitiker und Unternehmer
⢠Hans-Joachim Winter, Kommunalpolitiker
SĂśhne und TĂśchter der Gemeinde
⢠Heinrich Berling (1817â1896), Reichstagsabgeordneter
⢠Robert Schmidt (1850â1928), Architekt und GrĂźnder verschiedener Lehranstalten
⢠Paul Viereck (1865â1944), Philologe, Epigraphiker, Papyrologe und Gymnasiallehrer
Bekannte BĂźchener
⢠Wilfried Erdmann (* 15. April 1940), Einhandsegler und Autor, lebte einige Jahre in Bßchen.
⢠Nils Bahr (* 16. Dezember 1969), FuĂballprofi beim Hamburger SV
Siehe auch
Weblinks
Commons
: BĂźchen
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: BĂźchen
â ReisefĂźhrer
⢠Gemeinde Bßchen beim Amt Bßchen
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-sh-11. Statistikamt Nord â BevĂślkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2024 (XLSX-Datei); (Hilfe dazu).
cite-note-22. â L. Schlisio: Tilly im Zentrum der Jastorf-Kultur. In: Archäologie in Deutschland 1/2019, S. 64.
cite-note-ln1945-33. â Christian Lopau: Letzte Kämpfe im FrĂźhjahr 1945 (Memento vom 13. Juni 2018 im Internet Archive) LĂźbecker Nachrichten vom 14. April 2015; abgerufen am: 30. Mai 2018
cite-note-44. â Dorfzeitung KrĂśppelshagen-Fahrendorf. Kriegsende vor 70 Jahren, S. 10, vom: FrĂźhjahr 2015; abgerufen am: 30. Mai 2018
cite-note-55. â Jann-Thorge ThĂśming: Bahnhofsmission BĂźchen. Ein Spalt im Eisernen Vorhang. Lang, Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-631-81892-3.
cite-note-62. Gemeindewahlen BĂźchen. Abgerufen am 25. Juli 2024.
cite-note-77. â Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
cite-note-88. â VHS BĂźchen feiert 60. Geburtstag. In: BĂźchener Anzeiger, 18. Jahrgang, 15. Kalenderwoche. 12. April 2011, S. 1.
cite-note-99. â Fritz HoĂmann: Die Partnerschaft zwischen BĂźchenâBĂźtzow im Kalten Krieg. In: BĂźtzower Geschichte aus dem Schuhkarton. Band 3. Fritz HoĂmann â Druckerei Karl Keuer, BĂźtzow 2018, S. 31â33.